Schon früh beklagte Frau Dr. Carstens als internistische Ärztin den tiefen Graben zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde. In unzähligen Vorträgen und öffentlichen Auftritten forderte Sie deren Miteinander zum Wohle der PatientInnen. Damit war sie eine wichtige Vorreiterin des Gedankens der „Integrativen Medizin“.
Mit der Gründung der Karl und Veronica Carstens Stiftung Anfang der 80er Jahre hat sie maßgeblich die Integration der Komplementärmedizin in die Forschung und Lehre der Hochschulen vorangetrieben. Wesentlich hierfür waren die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Finanzierung zahlreicher und wegweisender Studien. Durch die Finanzierung der Einrichtung von Hochschulambulanzen für Naturheilkunde in den Universitätskliniken in Heidelberg, Freiburg und Jena wurden weitere wichtige Impulse für die Verbindung zwischen Lehre, Forschung und Praxis gegeben. Zur Zeit finanziert die Stiftung eine Professur für Forschung in der Komplementärmedizin an der Charité in Berlin.
Ein entscheidender Verdienst von Frau Dr. Carstens war ihr Beitrag, die Arzneimittel der Besonderen Therapierichtungen im Arzneimittelgesetz zu verankern. Dieser im § 34 des Fünften Sozialgesetzbuches festgeschriebene Schutz ist bis heute ein zentraler Grundsatz für die Absicherung der Komplementärmedizin in Deutschland.
Gemeinsam mit dem von ihr gegründeten Förderverein Natur und Medizin e.V. entwickelte sich die Carstens-Stiftung schnell zum größten Geldgeber in der Forschungsförderung im Bereich der Komplementärmedizin in Europa. Bis heute hat sie über 30 Mio. Euro dafür bereitgestellt – das sind weitaus mehr Mittel, als das Bundesforschungsministerium oder die Europäische Union für diesen Zweck zur Verfügung gestellt haben.
Wie der Namensgeber der Hufelandgesellschaft, der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland, fühlte sich Frau Dr. Carstens in erster Linie ihren PatientInnen verpflichtet und stand neuen und unkonventionellen Strömungen in der Medizin vorurteilsfrei gegenüber.
Als Dachverband der Ärztegesellschaften für Naturheilkunde und Komplementärmedizin teilt die Hufelandgesellschaft den Gedanken von Frau Dr. Carstens: “Der Arzt der Zukunft soll zwei Sprachen sprechen – die der Schulmedizin und die der Naturheilkunde und Homöopathie. Er soll im Einzelfall entscheiden können, welche Methode die besten Heilungschancen für den Patienten bietet.“
Daher setzt sich die Hufelandgesellschaft für Therapiefreiheit, Pluralismus in der Medizin, Förderung von Forschung und Lehre, Qualitätssicherung in der Fort- und Weiterbildung, für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Komplementärmedizin und Schulmedizin sowie im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen für die Absicherung der Komplementärmedizin ein.
Mehr über Frau Dr. Veronica Carstens und ihr Lebenswerk erfahren Sie auf den Seiten der Karl und Veronica Carstens-Stiftung:

