10 Jahre Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin

Jubiläumsbroschüre präsentiert die Preisträgerinnen und Preisträger

Im Rahmen der Medizinischen Woche Baden-Baden wurde im Oktober 2007 erstmals der Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin verliehen. Die Karl  und Hilde Holzschuh-Stiftung erfüllt mit der Ausschreibung des Preises einen Stiftungszweck. Denn die Stifter wünschten sich, dass mit ihrem Vermögen auch „die Förderung von Wissenschaft und Forschung über biologische Medizin in Deutschland“ unterstützt wird. Und was liegt da näher, als einen Preis auszuloben, einen Forschungspreis, der Arbeiten würdigt, die sich in besonderem Maße Themen und Fragestellungen aus dem Bereich Naturheilkunde und Komplementärmedizin widmen.

Ausgezeichnet wurde 2007 der Arbeitskreis für Mikrobiologische Therapie in Herborn für seine groß angelegte Falldokumentation zur Anwendung der Autovaccine-Therapie in der Prävention grippaler Infekte. Seit dieser Zeit hat sich der Preis mit zunehmend anspruchsvollen und innovativen Arbeiten und einer großen Spannbreite an Themen zu einem der bedeutendsten Forschungspreise auf dem Gebiet der Komplementärmedizin entwickelt. Dabei reicht die Themenvielfalt von klassischen Naturheilverfahren wie Blutegeltherapie und Schröpfen über die Anthroposophische Medizin bis zur Indischen Bewegungstherapie Yoga.

Keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit - dieses Argument begegnet den Therapeuten, Anwendern und Interessenvertretern der Komplementärmedizin immer wieder, sei es auf politischer oder medialer Ebene, quasi gebetsmühlenartig und reflexhaft. Dass dies für vieles nicht (mehr) zutrifft, wird dabei kaum in Betracht gezogen. So gibt es nicht nur ein umfangreiches Erfahrungswissen in den traditionellen Medizinsystemen, sei es in der deutschen oder europäischen Naturheilkunde, in der indischen oder chinesischen Medizin und in der Vielzahl von Verfahren und Therapien, die in den letzten Jahrhunderten bis Jahrzehnten entdeckt und entwickelt wurden. Dieses Wissen, diese Kenntnisse und Erfahrungen wissenschaftlich aufzubereiten, hat sich insbesondere die jüngere Generation der Forscherinnen und Forscher schon seit längerem aufgemacht.

So erreicht uns jährlich eine größere Anzahl von hochkarätigen Arbeiten, darunter auch Doktor- und Masterarbeiten. Die jährlich neu zusammengestellte Jury hat es dabei nicht leicht, sich für eine Bewerbung zu entscheiden. Ein Jurymitglied sei hier zitiert: „Die durchwegs hohe Qualität machte es wahrlich nicht einfach, einen Sieger zu küren. Dies auch deshalb, weil die eingereichten Arbeiten ganz unterschiedliche Bereiche abdecken. Dies zeigt nicht nur, dass weiterhin mit hoher Qualität CAM-Forschung betrieben wird, dies zeigt auch, dass es in vielen Bereichen zunehmend zuverlässige Evidenz in Sachen Wirksamkeit gibt.“(Prof. Resch 2015)

In diesem Jahr wird der Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin zum zehnten Mal verliehen. Und was liegt da näher, als dieses Jubiläum zu nutzen und im Rahmen einer Publikation vor allem die Preisträgerinnen und Preisträger der letzte Jahre und ihre Arbeiten zu präsentieren. In dieser einzigartigen Zusammenschau wird das ganze Ausmaß der Forschungsaktivitäten in und für die Komplementärmedizin deutlich.

Zugleich möchten wir damit auch allen Jurymitgliedern für ihre Unterstützung, insbesondere durch ihre kompetente Bewertung der zahlreich eingereichten Arbeiten danken.

Ein großer Dank geht an die Vorstände der Hufelandgesellschaft, die von Beginn an die Ausschreibung des Preises inhaltlich unterstützen sowie an Sigrid Heinze und Marion Laube, die organisatorisch die Fäden in der Hand halten.

Ein weiterer Dank geht an den Thieme-Verlag und die Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde für die Möglichkeit, die Preisverleihungen der letzten Jahre jeweils während der Medizinischen Woche durchzuführen.

Die Karl und Hilde Holzschuh-Stiftung

www.holzschuh-stiftung.de

22. Mai 2017, - Bad Nauheim
14. Jun 2017, 15:00 - Leipzig - Kongresshalle am Zoo Leipzig
23. Jun 2017, - Immanuel Krankenhaus Berlin

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