Preisträger 2017

Forschung für die Komplementärmedizin auf hohem Niveau

Die Preisträger 2017: Dr. Catharina Sadaghiani und Prof. Dr. Roman Huber (Foto: Marco P. Schott)

Baden-Baden, den 29.Oktober 2017. Seit vielen Jahren wird auch in der Komplementärmedizin  intensiv und auf hohem Niveau geforscht. Das konnte auch die Jury des Holzschuh-Preises bei der diesjährigen Auswertung der eingereichten Arbeiten feststellen. Eine Vielzahl qualitativ hochwertiger Studien wurde eingereicht. Die beiden besten Arbeiten zeigten sich so gleichwertig, dass sich die Jury zu einer Aufteilung des Preises entschloss.

Die Arbeit von Sadaghiani et al ist eine randomisierte placebokontrollierte  Pilot-Studie mit hochrelevantem Ergebnis und guten Anwendungsmöglichkeiten in der Alltagspraxis. Die Arbeit von Schad et al  setzt in der realen Versorgung an und wertete Versorgungsdaten eines integrativ-onkologischen Behandlungskonzepts aus. Hier konnten hohe Effektstärken der integrativen Behandlung beim Pankreaskarzinom nachgewiesen werden.

„Mit der Auszeichnung der beiden Arbeiten wird deutlich“, so Priv. Doz. Dr. Dominik Irnich,Vorstand der Hufelandgesellschaft, „dass komplementäre Therapieansätze methodisch sauber erforscht und die Ergebnisse in den Versorgungsalltag umgesetzt werden können.“ Zugleich wird anhand der Ergebnisse deutlich, dass die komplementären Verfahrendie Selbstregulation anregen können und dem Patienten die Möglichkeit geben, sich selbst aktiv in die Behandlung einzubringen.

Originaltitel der eingereichten Arbeiten

Catharina Sadaghiani et al: "Wirksamkeit von Überwärmungsbädern bei Depression – Ergebnisse einer randomisierten, kontrollierten Studie.

Friedemann Schad et al: Health services research of integrative oncology in palliative care of patients with advanced pancreatic cancer

22. Nov 2017, - Berlin Auditorium Friedrichstraße
21. Feb 2018, - Filderklinik Filderstadt
18. Apr 2018, - Kongress- und Kurhaus Freudenstadt

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