|
Gründung
1975 wurde die Hufelandgesellschaft als Dachverband für Ärztegesellschaften aus den Bereichen Naturheilverfahren und Komplementärmedizin gegründet.
Anlass für die Gründung war ein Gesetzentwurf von 1974 zur Neuordnung des Arzneimittelrechts, mit welchem eine Verbesserung der Arzneimittelsicherheit erreicht werden sollte. Dieser Entwurf ging nicht auf die besondere Situation der Arzneimittel der komplementären Therapieverfahren ein. Ihre Anerkennung war damit ernsthaft bedroht.
Nach zahlreichen Gesprächen mit politischen Vertretern, öffentlichen Diskussions- und Informationsveranstaltungen sowie einer Vielzahl von Veröffentlichungen gelang es, Zulassungsbedingungen in das Gesetz aufzunehmen, die den besonderen Merkmalen der anthroposophischen, homöopathischen und phytotherapeutischen Arzneimittel angepasst waren.
Für die damit verbundenen Zulassungsfragen wurde die Arzneimittelkommission der Hufelandgesellschaft gegründet.
Wesentlicher Aufgabenbereich der weiteren Arbeit war vor allem die Aufklärung der Öffentlichkeit über die durch die Hufelandgesellschaft vertretenen Therapieverfahren. In einem kontinuierlichen Austausch mit der Politik stand die grundsätzliche Anerkennung dieser Verfahren im Mittelpunkt. Das Engagement der Hufelandgesellschaft und anderer Akteure der Komplementärmedizin hatte die Aufnahme folgender Formulierung in das Sozialgesetzbuch V in § 34 zum Ergebnis:
„Bei der Beurteilung von Arzneimitteln der besonderen Therapierichtungen wie homöopathischen, phytotherapeutischen und anthroposophischen Arzneimitteln ist der besonderen Wirkungsweise dieser Arzneimittel Rechnung zu tragen.“
Das Hauptstadtbüro Komplementärmedizin
Mit dem Umzug der Geschäftsstelle 2004 nach Berlin und der Gründung des Hauptstadtbüros Komplementärmedizin begann eine neue Arbeitsphase des Dachverbandes.
Die seit 2005 jährlich stattfindenden Komplementärmedizinischen Gespräche, die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Komplementärmedizin sowie der Start des VerbändeForums der Hufelandgesellschaft auf der Medizinischen Woche in Baden-Baden haben neben der Stärkung der politischen Zusammenarbeit der komplementärmedizinischen Akteure und Verbände eine verbesserte Wahrnehmung in Öffentlichkeit und Politik erreicht.
Die Weiterführung der begonnenen Arbeit in den Bereichen Qualitätssicherung, Forschungsförderung, Öffentlichkeitsarbeit sowie Ausbau unterschiedlicher Dialogebenen und Netzwerke bilden die Schwerpunkte der Arbeit des Dachverbandes zur Anerkennung und Etablierung der Komplementärmedizin.
|