Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin

Integratives Beratungs- und Therapieangebot für alle

Die Holzschuh-Stiftung und die Hufelandgesellschaft zeichneten eine herausragende Forschungsarbeit mit dem Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin 2019 aus. Diese Arbeit bestätigt: Brustkrebspatientinnen profitieren maßgeblich von einem integrativen Beratungs- und Therapieangebot – dieses sollte deshalb verstärkt in die reguläre klinische Versorgung integriert werden.  Mehr zur ausgezeichneten Arbeit

Ausschreibung Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin 2020

Auch 2020 vergibt die Karl und Hilde Holzschuh-Stiftung den mit 5.000 € dotierten Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin. Eingereicht werden können Arbeiten, die sich in besonderem Maße Themen und Fragestellungen aus dem Bereich Naturheilkunde und Komplementärmedizin widmen.

Einsendeschluss 31. März 2020

Bewerbungskriterien und weitere Informationen zum Preis finden Sie hier.

Der Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin 2019

Viele Patientinnen und Patienten wünschen sich eine integrative Medizin, die konventionelle Medizin und Verfahren der Komplementärmedizin verbindet. So ist auch die Nachfrage nach einer integrativmedizinischen Behandlung von Krebserkrankungen groß; insbesondere bei Brustkrebs wünschen sich bis zu 90 % aller Betroffenen ein solches Angebot. Gleichwohl gibt es ein solches integratives Angebot nur an wenigen deutschen Kliniken und ist ansonsten sehr uneinheitlich und nicht routinemäßig in die alltägliche klinische Versorgung integriert.

Das Universitäts-Brustzentrum Franken bietet seit Juni 2014 eine standardisierte Sprechstunde für Integrative Medizin an. Mit Hilfe eines umfangreichen Fragebogens und einer interdisziplinären Fallkonferenz wird für jede Patientin ein individueller Behandlungsplan aufgestellt, der aus der Vielzahl naturheilkundlicher Methoden schöpft, u.a. Lebensstilregulation, Bewegungstherapie, Hydrotherapie, Phytotherapie, Ernährungstherapie. Dieser Behandlungsplan wird in einem zweiten Gespräch mit den Patientinnen ausführlich erörtert. Die Umsetzung erfolgt auf Eigeninitiative, die Anwendungen werden selbstständig zu Hause durchgeführt.

Die Arbeitsgruppe um Priv. Doz. Dr. med. Carolin C. Hack evaluierte dieses Angebot im Rahmen einer retrospektiven, monozentrischen Querschnittsstudie. Im Zeitraum von 15 Monaten (Jan 2015- März 2016) wurden die Daten von insgesamt 75 Patientinnen erhoben und ausgewertet. Dafür wurden die Ergebnisse des ersten Fragebogens mit einer Follow-up-Befragung nach frühestens zwei Monaten verglichen. Darin wurden die Patientinnen gebeten, zu beurteilen, inwieweit sich die Beschwerden, Nebenwirkungen der konventionellen Therapie und die Lebensqualität durch die integrativen Angebote geändert haben.

Und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Mehr als 80 Prozent, also 4 von 5 Patientinnen erzielten eine Verbesserung der Lebensqualität. Knapp drei Viertel der Befragten berichteten von einer Linderung der Nebenwirkungen der konventionellen Therapie und einer subjektiven Verringerung der Symptome der Krebserkrankung.

„Aufgrund der Ergebnisse unserer Studie kann ich feststellen“, so die Preisträgerin Dr. Hack, „dass sich die Lebensqualität und die Nebenwirkungen von Brustkrebspatientinnen mit der Integrativen Medizin deutlich verbessert haben.“ Und sie ergänzt: „Dies ist möglicherweise auch auf andere Gebiete der Onkologie übertragbar.“

Da die Umsetzung eines integrativen Angebotes an einem zertifizierten Brustzentrum eine hohe gesellschaftliche Bedeutung zukommt, verdient die Arbeit hohe Anerkennung. „Die Daten weisen darauf hin, dass die integrative Onkologie zukünftig als ein Angebot in der Routineversorgung von Mammakarzinompatientinnen auch von sonst konventionell arbeitenden Kliniken inkludiert werden kann“, ergänzt Prof. Dr. Harald Matthes die Begründung der Jury.

Um herausragende Forschungsarbeiten bekannter zu machen und zu würdigen, wird jährlich der mit 5000 Euro dotierte Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin von der Karl und Hilde Holzschuh-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Hufelandgesellschaft vergeben.

Komplexe Erkrankung erfordert ganzheitlichen Therapieansatz

Ragnar Watteroth und Bernd Künzler (Karl und Hilde Holzschuh-Stiftung) sowie Marion Laube (Hufelandgesellschaft) gratulieren dem Preisträger Priv.-Doz. Dr. Matthias Kröz (Foto: Marco Schott)

Preiswürdige Studie zeigt: Multimodales integrativ-medizinisches Behandlungskonzept ist einem Ausdauertraining bei krebsbedingter Fatigue potentiell überlegen 

Baden-Baden, 31. Oktober 2018 

Heute wurde im Rahmen der Eröffnungsfeier der 52. Medizinischen Woche der Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin an die Arbeitsgruppe um Matthias Kröz für ihre Studie zur Behandlung brustkrebsbedingter Fatigue verliehen. Die von der Jury ausgewählte Arbeit zeigt, dass das von der Forschungsgruppe neu entwickelte multimodale Behandlungskonzept gegenüber der alleinigen Bewegungstherapie deutliche und nachhaltige Verbesserungen bewirkt. mehr zur ausgezeichenten Arbeit

Aussagekräftige Studien mit guter Evidenz erhalten Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin 2017

Im Bereich der Komplementärmedizin wird wertvolle Forschungsarbeit geleistet. Holzschuh-Stiftung und Hufelandgesellschaft haben im Rahmen der Medizinischen Woche zwei herausragende Forschungsarbeiten mit dem Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin 2017 ausgezeichnet. mehr

Jubiläumsbroschüre präsentiert die Preisträgerinnen und Preisträger

Pünktlich zur Preisverleihung wurde die Broschüre zum Jubiläum des Holzschuh-Preises für Komplementärmedizin präsentiert. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung der Preisträgerinnen und Preisträger der letzten Jahre mit ihren Arbeiten. mehr

Broschüre zum Download (4.4MB/pdf)

Herausragende Studie zur Misteltherapie erhält den Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin 2016

Zur Preisverleihung gratulierten Jens Timm (Bürgermeister von Karlsbad), Ragnar Watteroth und Bernd Künzler (Stiftungsvorstände) dem Preisträger Dr. Wilfried Tröger (v.l.n.r.) (Foto: Heike Schiller)

Am 9. Juni 2016 wurde Dr. Wilfried Tröger für seine Studie zur Wirksamkeit der Misteltherapie von Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskarzinom ausgezeichnet. Die Karlsbader Karl und Hilde Holzschuh-Stiftung vergab bereits zum 10. Mal den bedeutendsten Forschungspreis in der Komplementärmedizin in Deutschland. mehr

Preisträger der letzten Jahre

18. Mär 2020, - Kongress- und Kurhaus Freudenstadt
20. Mai 2020, 10:45 - Heidenheim Integratives Haus der Gesundheit
16. Sep 2020, - Kongress- und Kurhaus Freudenstadt

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