Unsere Positionen

Als Dachverband vertreten wir die Interessen der komplementär und integrativmedizinisch arbeitetenden Ärzteschaft. Wir nehmen zu aktuellen Gesetzesvorhaben Stellung und beziehen Position zu wichtigen politischen Fragen.

COVID-19 – Erkenntnisse der Integrativen Medizin nutzen

Die Corona-Krise zeigt beispielhaft auf, wie schnell weltweit die Medizinsysteme an ihre Grenzen stoßen. Der Wettlauf, bei neuen oder bisher unbekannten Erregern mit ausschließlich pathologischem Blick Medikamente zu entwickeln, stößt schnell an ökonomische Grenzen und kommt regelmäßig zu spät. Dieser Wettlauf wiederholt sich absehbar, denn der nächste Erreger, oder die Mutation als Variante eines bekannten Erregers, spricht wiederum auf dann bereits etablierte Arzneimittel nicht an.

Die Hufelandgesellschaft mahnt, statt ausschließlich erregerorientiert vorzugehen, sollten die Erkenntnisse der Integrativen Medizin genutzt werden, um die individuelle Gesundheit und Immunabwehr zu stärken. Auch das Zurückdrängen der sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck und Übergewicht, verringert die Infektanfälligkeit größtmöglicher Bevölkerungsanteile.

Alle medizinischen Fachrichtungen sollten diesem Ziel verpflichten werden, denn nur so wird eine unspezifische Verbesserung der Abwehrlage auch bei zukünftigen Infektionswellen neuer oder bis dahin unbekannter Erreger erreicht.

Hier geht es direkt zum Positionspapier.

Heilpraktiker*innen - nur mit verbindlichen bundesweiten Qualitätsstandards der Ausbildung

Der Heilpraktikerberuf hat in Deutschland eine lange Tradition und kann unter bestimmen Voraussetzungen zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung einen sinnvollen Beitrag leisten. Entsprechend sind verbindliche bundesweite Qualitätsstandards in Aus- und Weiterbildung zu definieren sowie die Befugnisse im Kontext der erreichten Standards einer gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung innerhalb der verschiedenen Sektoren und Fachgebiete zu regulieren. Hierzu gehört der Ausschluss invasiver Verfahren und die alleinige Behandlung von schwerwiegenden Erkrankungen wie z.B. Krebserkrankungen, lebensbedrohliche Erkrankungen und psychiatrischen Erkrankungen durch Heilpraktiker.

Zu vermeiden ist entsprechend der Empfehlung des Sachverständigenrates die Umgehung von allgemein etablierten Qualitätskriterien und begründeter medizinischer Indikationsstellung durch eine nicht entsprechend ausgebildete Berufsgruppe. Aus gesundheitspolitischer Sicht geht es hier um Integration, d.h. eine bessere Verzahnung – anstelle von Behandlungen in Parallelwelten, die die Patientensicherheit gefährden.

Hier geht es direkt zum Positionspapier.

TSVG - Abschaffung des Wahltarifs ist abzulehnen

Eine Abschaffung des Wahltarifs für Arzneimittel bringt keine Vorteile – weder für die Krankenkassen, noch für die naturheilkundlich, integrativ tätige Ärzteschaft, noch für die PatientInnen.

Stattdessen würde ein Versorgungs- und Wettbewerbsinstrument wegfallen, das im Rahmen der ärztlichen integrativen Medizin wichtig ist. Die Arzneimittel der besonderen Therapieverfahren gewinnen immer mehr an Bedeutung und werden von der Bevölkerung stark nachgefragt.

Hier ist die Stellungnahme der Hufelandgesellschaft.