Niedersachsen
Landesärztekammer - Wir sind erfolgreich eingezogen

Willkommen auf der Webseite der integrativen Liste Niedersachsen (iLN).

Wir sind ein Verbund integrativ-medizinisch arbeitender Ärztinnen und Ärzte, die sich zusammengeschlossen haben, um an den demokratischen Prozessen in der Ärztekammer Niedersachsen teilzunehmen. Unsere Ziele sind:

  • Erhalt und Ausbau der Methodenvielfalt in der ärztlichen Behandlung
  • Dialog von konventioneller und komplementärer Medizin
  • Wissenschaftliche Untersuchung komplementärmedizinischer Ansätze
  • Finanzielle Gleichstellung von Gesprächsmedizin, apparativer Medizin und Pharmakotherapie
  • Systemwechsel von ökonomisierter zu patienten­orientierter Medizin
  • Sicherung der Freiberuflichkeit

Newsletter

In unregelmäßigen Abständen berichten wir über die Arbeit in der Landesärztekammer. Wenn Sie unseren kostenlosen Newsletter per E-Mail erhalten möchten, melden Sie sich hier an.

Unsere Vertreterinnen in der Landesärztekammer Niedersachsen
Porträtfoto Prof. Dr. Dr. Diana Steinmann
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Diana Steinmann
Fachärztin für Strahlenmedizin
"Es ist ein großes Geschenk, als Ärztin Menschen in schwierigen Lebensphasen wie z.B. einer Krebserkrankung ganzheitlich begleiten und ergänzend beraten und behandeln zu können."
Porträtfoto Dr. Christiane Qualmann
Dr. med. Christiane Qualmann
Fachärztin für Innere Medizin und Paliativmedizin
"Die ÄK Niedersachsen ist unser Parlament und damit unsere Möglichkeit, als Ärztinnen und Ärzte Einfluss zu nehmen!"
"Zusätzlich zu unserer soliden medizinischen Ausbildung integrieren wir in unserer ärztlichen Tätigkeit die sprechende Medizin und weiteren Qualifikationen – auch aus der komplementären Medizin. Ich möchte mich für die Verankerung dieses ganzheitlichen Ansatzes in Weiterbildung, Lehre und Arbeitsalltag einsetzen."

August 2021: Darstellung unserer Arbeit in der Ärztekammer Niedersachsen

Die Streichung der Weiterbildung Homöopathie aus der Weiterbildungsordnung einiger Landesärztekammern – trotz gegenteiliger Voten des Ärztetages und z.B. des Weiterbildungsausschusses der Ärztekammer Niedersachsen – hat uns klar gemacht: um komplementäre Verfahren als wichtige Elemente der medizinischen Versorgung sicher zu stellen, ist es essenziell, diese auch in berufspolitischen Gremien der der Kammern zu repräsentieren.

Wie wir vorgingen

In Niedersachsen gründete sich dazu die „Integrative Liste Niedersachsen“ vor der Wahl zur 19. Legislatur der Ärztekammer Niedersachsen. Unter der zielgerichteten Leitung von Dr. med. Ina Chammah (1. Vorsitzende des DZVhÄ LV Niedersachsen) wurde in einem kreativen, integrativen und partizipativen Prozess in meist online durchgeführten Konferenzen eine Vorgehensweise mit Zielen, Konzepten und einem Programm erarbeitet.

Was wir für notwendig erachteten

Es ist essentiell, sich vorab mit der Wahlordnung der jeweiligen Ärztekammer intensiv auseinander zu setzen und daran ausgerichtet eine Wahlkampf-Strategie zu erarbeiten. In Niedersachsen war es sinnvoll, in möglichst vielen Wahlbezirken möglichst viele Kanditat:innen als Stimmensammler für ihre Person und die Liste der ILN an den Start zu bringen. Hierfür hatten wir ein hochmotiviertes Team, aus dem heraus auch das Programm entwickelt wurde.

Wie wir unser Programm an die Wähler:innen brachten

In der lokalen Ärzteschaft gut bekannte und vernetzte Kandidat:innen haben im persönlichen Gespräch oder durch persönliche Anschreiben mit eingelegtem Flyer auf ihre Kandidatur aufmerksam gemacht. Frau Chammah hat Kontakte zu Fachzeitschriften geknüpft, um Berichte und Einlagen von Flyern zu organisieren. Ein professioneller Internetauftritt und Email-basierte Anschreiben mit Remindern waren ein wichtiger Baustein, um zur Wahlbeteiligung zu motivieren. Herzu werden von einigen Ärztekammern die Adressen der Wähler:innen zweckgebunden und zeitlich limitiert zur Verfügung gestellt. Andere Ärztekammern verschicken die Wahlprogramme zusammen mit den Wahlunterlagen. Dies muss jeweils während der Vorbereitungsphase bei der jeweiligen Ärztekammer erfragt werden.

Was wir erreicht haben

Die Berechnung der Sitzverteilung in der Ärztekammer folgt je nach Kammersatzung komplizierten Modalitäten, mit denen man sich bestenfalls im Vorfeld auseinandersetzen sollte, da auch sie Auswirkungen auf eine Strategie haben können. In Niedersachsen wird das kleine Gruppen begünstigende Verfahren nach Hare-Niemeyer angewandt. Einige Kandidat:innen verfehlten die notwendige Stimmenzahl leider sehr knapp. Gewählt wurden Frau Prof. Dr. med. Dr. Diana Steinmann, Strahlentherapeutin an der Medizinischen Hochschule Hannover, und Frau Dr. med. Christiane Qualmann, hausärztliche Internistin in einer kassenärztlichen Gemeinschaftspraxis in Rotenburg/Wümme als Delegierte des 60-köpfigen Ärzteparlamentes.

Wie es weiterging

Erneut ist es essenziell, sich mit der jeweiligen Kammersatzung zu befassen. In Niedersachsen gibt es vier ordentliche Kammerversammlungen pro Kalenderjahr, die Kammerarbeit wird allerdings überwiegend in den Ausschüssen vorbereitet bzw. findet dort statt. Ausschussmitglieder wiederum können nur aus Gruppen (entsprechend Fraktionen) aus mindestens 3 Kammermitgliedern nominiert und dann gewählt werden.

Um aktiv mitzuarbeiten, mussten sich die beiden ILN-Kammermitglieder deshalb zügig orientieren. In multilateralen Gesprächen erwies es sich als zielführend, dass Frau Steinmann sich der Gruppe des Marburger Bundes und Frau Qualmann der des Hausärzteverbandes anschloss, die gemeinsam die größte Koalition „Klinik und Praxis“ mit 41 Delegierten in der ÄKN stellen.

Frau Steinmann wurde in den Fortbildungsausschuss gewählt, Frau Qualmann in den Ausschuss Sektorenübergreifende Versorgung. Als Vorsitzende dieses 7-köpfigen Gremiums wird sie in einem Arbeitskreis des Vorstandes der ÄKN, geleitet von Vizepräsidentin Frau Dr. med. Marion Renneberg, die gesetzgeberische Umsetzung des Berichts der Enquetekommission des niedersächsischen Landtags zur Entwicklung der Gesundheitsversorgung in Niedersachsen begleiten.

Was wir planen

Als Delegierte der ILN werden Frau Steinmann und Frau Qualmann demonstrieren, dass Ärzt:innen, die komplementäre Verfahren praktizieren, an der medizinischen Versorgung in Niedersachsen als zuverlässige Partnerinnen beteiligt sind. Der Antrag auf Wiedereinführung der Weiterbildung Homöopathie wurde erarbeitet und von Frau Steinmann in den Weiterbildungsausschuss eingebracht. Voraussichtlich wird darüber in der Kammerversammlung im November 2021 beraten werden.

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